Offener Familienprozess

Offener Familienprozess

Der Familienprozess ist ein fünftägiges Selbsterfahrungsseminar mit dem Ziel, uns jene negativen Denk-, Verhaltens- und Beziehungsmuster bewusst zu machen, die wir von unseren Eltern übernommen haben. Im Zentrum des Seminars eröffnen sich Wege zur Selbstentfaltung, indem wir die ausgetretenen Pfade unserer tiefen emotionalen Prägungen verlassen und uns von ihren behindernden Mustern und Programmen befreien.

“Der Prozess beruht auf der Voraussetzung, dass unsere gegenwärtigen Beziehungen nur deshalb so verworren und unbefriedigend sind, weil unsere Beziehungen zu unseren Eltern so verworren und unbefriedigend waren”.
Claudio Naranjo

Von unseren Eltern lernen wir zu leben. Sie prägen als absolute Bezugspersonen unsere ersten menschlichen Kontakte, die gleichzeitig die intensivsten sind. Wir haben in unseren ersten Jahren nur sie, um zu erfahren, wie das Leben funktioniert, insbesondere, welche Mechanismen unseren seelischen Haushalt zusammenhalten. Diese frühen Erfahrungen bestimmen unseren weiteren Lebensweg, denn wir haben keine andere Möglichkeit, als unbewusst die Denk- und Verhaltensmuster, die innere Haushaltsführung der Eltern zu übernehmen.

Kinder wollen geliebt werden

Jedes Kinder hat als ein Geburtsrecht Anspruch auf bedingungslose Liebe. Instinktiv erwartet, ja fordert das Kind diese absolute Zuwendung von Mutter und Vater ein. Was wie ein einfaches und selbstverständliches Weltgesetz klingt, erweist sich jedoch oft alles schwierig und brüchig. Denn Eltern sind an alles andere als Bedingungslosigkeit und Absolutheit gewöhnt. Sie sind in ihren Verhaltensmustern und Verstrickungen gefangen und zwangsläufig mit sich selbst beschäftigt.

Also lernen wir sehr früh im Leben, dass ungeteilte Aufmerksamkeit und Liebe nicht möglich sind. Das bereitet Schmerzen und deshalb tun Kinder alles, um geliebt zu werden. Sie nehmen jede Anstrengung auf sich, um die größtmögliche Zuneigung der Eltern zu erlangen.

Den größten Erfolg versprechen dabei Verzicht und Anpassung. Ein Kind muss die Verhaltensmuster der Eltern kopieren, um die Hoffnung nicht zu verlieren. Es denkt: „Wenn ich so bin, wie Du, dann wirst Du mich lieben!“ Unbewusst übernehmen wir so die Einstellungen, Verhaltensweisen und Beziehungsmuster der Eltern. Dann werden wir zu einer emotionalen „Kopie“ von Vater und Mutter. Oder wir rebellieren, halten mit aller Kraft dagegen, und bekommen im Protest „negative“ Aufmerksamkeit.

 

Übertragung von Mustern und Verhaltensweisen

Als Verhängnis erweist sich, dass wir diese in der Kindheit erlernten, elterlichen Muster in unser Erwachsenenleben mitnehmen und unbewusst auf unsere Beziehungen zu eigenen Kindern, zum Partner und im Beruf übertragen und anwenden. Wir kreieren mit unserem eigenen Leben das Leben unserer Eltern neu. Da nützt es nicht, dass wir den Vorsatz haben, gerade dies nicht zu tun, unser Leben anders zu gestalten als unsere Eltern es taten. Egal, ob wir unser Heil in Anpassung oder Rebellion gesucht haben, was bleibt, ist ein gnadenloses Gesetz. Einmal verstrickt in die Muster unserer Eltern, verstricken wir uns immer wieder neu in die alten Probleme. Wir leiden auf die gleiche Weise, wie wir als Kind gelitten haben, einzig die beteiligten Personen sind andere. Auch als Erwachsene passen wir uns an oder rebellieren, um geliebt zu werden, um dazu zu gehören, um nicht allein und nicht verloren zu sein. Doch dabei erzielen wir die gleichen Misserfolge wie als Kind.

 

Erlernte Muster ablegen

Im Familienprozess nehmen wir die von den Eltern übernommenen Muster genau unter die Lupe, um uns schrittweise von ihnen lösen zu können. Dieses intensive körpertherapeutische Seminar lässt keinen individuellen Aspekt außer acht, indem es auf jeden Einzelnen individuell ausgerichtet wird. Die erforderlichen persönlichen Anstrengungen, die es kostet, erlernte, schädliche Angewohnheiten zu überwinden, werden belohnt mit einem neuartigen, reicheren Bewusstseinspotential, das in alle Winkel des Lebens dringen kann. Der Prozess ist ein gründliches Aufräumen und Zurechtrücken, eine Sanierung des inneren Haushalts und damit ein Wegbereiter für ein freudigeres, selbstbestimmteres Leben.

 

Ein Prozess der Heilung

Ich habe in den mehr als zehn Jahren, in denen ich den Familienprozess viele Dutzend Male geleitet habe, die Erfahrung gemacht, dass dieses Seminar ein Prozess der Heilung ist. Dahinter steht die Erkenntnis, dass Befreiung erst dann entstehen kann, wenn man sich in Frieden von den Eltern bzw. deren Verhaltensmustern löst. Die Gesundung vollzieht man sowohl für sich selbst, als auch für die eigenen Eltern. Wer selbst Kinder hat, arbeitet auch für sie. Der Prozess reicht gleichzeitig weit über das eigentliche Seminar hinaus, indem er Wege und Möglichkeiten aufzeigt, mit der in ihm gewonnenen Freiheit weiter zu arbeiten.
Auch heute noch bereitet es mir eine tiefe Freude, andere Menschen in ihrem Familienprozess und der Umsetzung ihres Wunsches nach Selbstliebe, Freude und Glück zu begleiten.

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*Die Kosten für den Familienprozess variieren je nach Teilnehmer_innenanzahl. Kosten auf Anfrage.

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Der Familienprozess findet im Seminarhaus Finkenwerderhof.

Weitere Informationen zum Seminarhaus finden Sie unter:

www.finkenwerderhof.org

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